|  Die Eltern geben ihren Kindern das Leben. Sie vergessen aber leider, dass sie auch ihren Tod ihnen geben. (Genunea Musculus, 13.07.1984) | | Ein Leben voller Tiefen und Höhen, in wenigen Worten kurz angerissen, und das natürlich nicht ohne Resumée... Kurzbiographie | | eBuch · eBook |  |
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Gedanken... Philosophien...
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Galerie Genunea Musculus
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Auf einem anderen Breitengrad, in Czernowitz (Rumänien) bin ich 1921, unerwünscht von meinen Eltern, gelandet. Dementsprechend fühle und denke ich. Meine Verursacher, Lilly und Silviu Dimitrovici, Bürger der k.u.k. österreich-ungarischen Monarchie, hatten in Wien studiert. Silviu hatte drei Fakultäten, Philosophie, Jura und Bauwesen mit Examina und als Dr. jur. und Diplomingenieur abgeschlossen und leitete dann in Czernowitz ein Bau- und Forstunternehmen als Generaldirektor. Lilly hatte in Wien Musik studiert und wurde Konzertpianistin.
Meine Bescheidenheit hatte das „Glück“, in verschiedenen Formen der Politik zu leben und die daraus deformierten Menschen kennenzulernen, über welche ich Sie in meinem Romanmanuscript informieren werde.
Ich habe bis 1940 in Czernowitz gewohnt, dort auch mein Abitur abgelegt. Im selben Jahr heiratete ich meinen Lateinlehrer, und wir siedelten ins Deutsche Reich um. Nach drei Jahren kehrten wir wegen des Krieges in unsere alte, von Deutschen und Rumänen wiedereroberte Heimat zurück, die uns allerdings nur ein Jahr, bis 1944, ihre Gastlichkeit bieten konnte, da sie dann von den Sowjets wieder besetzt wurde. Wir flüchteten nach Bukarest, der Hauptstadt Rumäniens, wo ich als Sekretärin und Technische Zeichnerin bis 1967 die sozialistischen Errungenschaften über mich ergehen ließ. Erneut heiratete ich: den Kunstmaler und Graphiker Heinz Musculus, der in Berlin (Ost) lebte, wohin ich dann auch zog und wo ich acht Jahre als Dolmetscherin erhört wurde.
Von Krücken unterstützt (da mein Mann einen Autounfall hatte), gelang es uns, 1975 offiziell die Grenze nach Berlin (West) zu überschreiten. Ohne „Instandbesetzung“ ließen wir uns im westlichen Wohlstand und seiner Gesellschaft nieder. Ein Jahr später, bei der Eröffnung seiner ersten Ausstellung im Westen, verstarb mein Mann.
Meine Tränen verwandelten sich in Worte... So begann ich zu schreiben. Dank der gesicherten Renten und dem geordneten Sozialversicherungswesen führe ich bis heute dieses amüsierte Dasein und lanciere ohne commerzielle Absichten humorvoll meine Erinnerungen. Seit 1979 bin ich Mitglied der „Berliner Autorenvereinigung“ im “Bundesverband Deutscher Autoren“. Auszüge meines Romans und weitere Kurzerzählungen wurden in einigen Berliner Zeitschriften veröffentlicht.
Und das Leben dreht sich doch!

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